LANDWIRTSCHAFT
Mehr Landwirtschaft in Norwegen. Aber keine Landwirtschaft mit staatlichen Subventionen. Das sind Theorien von Juristen, die von der Politik leben. Landwirtschaft mit eigener Arbeit und eigenem Ehrgeiz in dieser Arbeit – das ist es, was wir brauchen. („Brief an Klassekampen“, 1916)
Hamsuns Interesse an der Landwirtschaft reicht weit zurück. Er verfasste mehrere Zeitungsartikel, in denen er den Bauern lobte, darunter „Farmer Culture“ (1908) und „The Farmer“ (1918).
Der deutlichste literarische Ausdruck von Hamsuns positiver Sicht auf Bauern und Landwirtschaft findet sich in Markens grøde (1917), aber auch die Darstellung der Siedler Ezra und Hosea in Landstrykere (1927) ist eindeutig positiv geprägt.
Hamsun, selbst aus einer Bauernfamilie stammend, kehrte 1911 nach Hamarøy und auf den Hof Skogheim zurück. 1918 kaufte er Nørholm bei Grimstad, das er zu einem Musterbauernhof ausbauen wollte, während er gleichzeitig seine schriftstellerische Laufbahn verfolgte. Doch der Hof war schwer zu bewirtschaften. Im Oktober 1924 schrieb Hamsun an seinen Sohn Arild: „Einen Bauernhof zu haben ist teuer. Ich bin in letzter Zeit skeptisch geworden, ob du dich an dieses Elend binden solltest. Und wenn du, wenn die Zeit gekommen ist, etwas anderes tun möchtest, solltest du dich nicht dazu drängen lassen.“