DIE FOLGEN
Gerade jetzt steigt eine neue, hoffnungsvolle Generation aus dem Untergrund empor. Sie ist so jung und unschuldig, ich lese von ihr, aber ich kenne ihren Namen nicht, vielleicht ist es dieselbe. Sie ist wie wandernde Lichter, alle beisammen, sie kommen, leuchten kurz auf und verschwinden. Kommen und Gehen, wie ich kam und ging. (Auf überwucherten Pfaden, 1949)
Mit seinem Debütroman Hunger (1890) etablierte sich Knut Hamsun als einer der größten Dichter Norwegens.
Seinen Ruhm erreichte er mit dem Nobelpreis für Literatur im Jahr 1920 für seinen Roman „Markens grøde“ (Die Ernte des Feldes) (1917), und die große nationale und internationale Aufmerksamkeit, die ihm anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahr 1929 zuteilwurde, unterstrich seinen herausragenden Status als Norwegens führender Dichter.
Hamsun war aber auch ein aktiver Redner in öffentlichen Debatten und unterstützte während des gesamten Zweiten Weltkriegs Deutschland. Unmittelbar nach dem Krieg war Hamsun persona non grata, doch bereits 1949 beschloss der Verlag Gyldendal, „På grengrode stier – Hamsuns spildring av år från 1945 til det søysterert i 1948“ zu veröffentlichen. Die erste Auflage von 5.000 Exemplaren war sofort vergriffen. Dennoch ist Hamsuns Vermächtnis bis heute von seiner offenen Sympathie und Unterstützung für Deutschland während des Zweiten Weltkriegs geprägt.