ABER DAS LEBEN LEBT

„Inzwischen regiert die dritte Generation in Jensens großem Eisenwarenladen in Segelfoss. Der Gründer war Per Jensen, genannt Per på bua, der das Geschäft mit seinem Sohn Theodor, ebenfalls Theodor på bua, weiterführte. Dieser expandierte stark und wurde zu einer angesehenen Persönlichkeit im Ort, sowohl was Töpfe und Pfannen als auch den Fortschritt anging. Es ist noch gar nicht so lange her, die Leute erinnern sich gut an ihn. Er war damals auch der Sohn des alten Leutnants, der sich nur für Musik interessierte und zu nichts gelangte.“

1933

In Men livet Lever (1933) hat August Polden verlassen und ist nach Segelfoss gegangen, dem Schauplatz der beiden Romane Barn av Tiden (1913) und Segelfoss by (1915).

Die Geschichte spielt um die Zeit des Ersten Weltkriegs, und August ist 70 Jahre alt. Er nennt sich „Altmulig“ und arbeitet unter anderem für den örtlichen Matador Gordon Tidemand. Doch ein großer Lottogewinn verleiht ihm die Kraft der Jugend, und er investiert kräftig in die Schafzucht. Ironischerweise stirbt August, als seine Schafe in Panik geraten und ihn in einen Abgrund reißen.

Die Figur des August wurde mit Peer Gynt verglichen, erreicht aber bei Weitem nicht Ibsens nuanciertes Porträt. Dennoch zählt „Das Leben lebt“ zu Gyldendals größten Verkaufserfolgen.

Als er sich umsah, befand er sich in einer fremden Welt, überall Gipfel und Schluchten, eine Unmenge grauer Berge. [...] Da sich hier nichts bewegte – nein, nicht ein Busch, nicht ein Grashalm –, war auch hier kein Laut zu hören, nur Stille in seinem Gesicht. Er sitzt hier zwischen seinen Ohren und vernimmt die wahre Leere.

„Ja“, sagte August, „ist das nicht immer so? Ich denke, zwei Hafenarbeiter passen perfekt zusammen, um miteinander zu verheiratet zu sein.“

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AUGUST