AUGUST

„Der Polden entwickelt sich. Es gab ein paar gute Heringsjahre, und das einfache Volk strömte in diesen neuen Ort. Pauline auf dem Kramboden machte gute und stetige Geschäfte, sie war geschickt und fand Lösungen, sie hatte einen ausgeprägten Geschäftssinn.“

1930

Im August (1930) ist Edevart zu einer lebensmüden Gestalt geworden, und es sind Augusts viele Erfindungen, die den Roman vorantreiben.

Polden hat sich zu einer lebendigen Kleinstadt entwickelt. Edevarts Schwester Pauline betreibt einen Laden mit Café, und August gründet eine Bank und ein Postamt. Er baut auch eine Fabrik, die jedoch ohne Maschinen auskommt. Augusts viele Ideen, die in Landstrykere oft ihren Charme hatten, wirken nun zerstörerisch. August selbst greift zu Lügen und Betrug, um seine Projekte durchzusetzen, und ohne es zu beabsichtigen, trägt seine Modernisierung Poldens dazu bei, die Lebensgrundlage der kleinen Gemeinde zu zerstören.

August hegt zwar den Anspruch, Kultur- und Gesellschaftskritik zu üben, schämt sich aber für seine offenkundige ideologische Botschaft. Dennoch gelingt es dem Roman, den Konflikt zwischen Traum und Wirklichkeit treffend darzustellen.

Vorherige
Vorherige

ABER DAS LEBEN LEBT

Nächste
Nächste

REISENDE