KINDER DER ZEIT

„Das ganze Dörfchen war einst ein einziges Anwesen, und der heutige Hof Segelfoss war sein Hauptsitz. Damals war Segelfoss, nach nordischen Maßstäben, ein ganzes Gut mit fünfzig Kühen, einem Sägewerk, einer Mühle, einer Ziegelei und kilometerlangen Wäldern. Auf dem Hof ​​herrschte reges Treiben mit Bediensteten, Hausherren und Müßiggängern. Es gab unzählige Tiere, neben dem großen Vieh auch Pferde, Hunde, Katzen und Schweine. Entlang der gesamten Rückseite der Scheune erstreckte sich ein Hühner- und Gänsegehege. Ja, damals muss es hier prächtig gewesen sein!“, sagen die Alten noch heute und erinnern sich an die Erzählungen ihrer Eltern aus ihrer Kindheit.

1913

Children of Time (1913) erzählt die Geschichte von Leutnant Willatz Holmsen, dem Patriarchen der kleinen nordnorwegischen Stadt Segelfoss.

Mit der Ankunft des Fremden Tobias Holmengraa wird Holmsens Autorität infrage gestellt und seine finanzielle Lage gerät aus dem Gleichgewicht. Gleichzeitig wird Holmsens durch die neue Ära geschwächte gesellschaftliche Stellung sowie sein gescheitertes Familienleben mit seiner Frau Adelheid und seinem Sohn Willatz IV. geschildert.

Gegen Ende des Romans stirbt Adelheid, und Willatz' finanzielle Lage ist prekär. Doch das Gleichgewicht kehrt zurück, als er auf dem Grundstück einen Schatz findet.

In „Kinder der Zeit“ wird der Aufstieg und Fall einer Familie als Sinnbild für den Untergang einer ganzen Ära dargestellt. Der Roman weist thematische Ähnlichkeiten zu Thomas Manns „ Buddenbrooks“ (1901) auf, doch Hamsuns Humor verleiht ihnen einen stilistischen Unterschied.

„Sie haben es mit Kindern zu tun, die Nordländer sind Kinder.“

„Der Mann hieß Muus, und wenn man ihn sah, dachte man sofort, dass dieses unglaubliche Ding möglich war.“

„Kein Kauf ist so teuer wie Geschenke.“

Vorherige
Vorherige

Stadt Seegelfoss

Nächste
Nächste

DIE LETZTE FREUDE