Stadt Seegelfoss
„Ein Mann auf dem neuen Fahnenmast, und was macht der denn da? Bestimmt wieder ein Streich von Theodor auf dem Boot, aber sein Vater, der alte Per, hätte es doch wissen müssen! Schaut mal, Herr Holmengraa, der Besitzer der Mühle, hatte einen Fahnenmast, eine Flagge und einen Fahnenmann. Das war vernünftig und notwendig. Er sollte die Flagge für die Postschiffe hissen und auch, wenn ein großer Frachter mit Getreide für die Mühle anlegte. Aber Theodor auf dem Boot hatte ja gar kein Schamgefühl. Er hat einfach einen Fahnenmast aufgestellt, nur weil er ein Ladenbesitzer war, und hat für alles gehisst, manchmal auch grundlos oder einfach nur, weil Sonntag war. Er hat sich lächerlich gemacht.“
1915
Segelfoss von (1915) ist die eigenständige Fortsetzung von Barn av gebunden (1913).
Während Tobias Holmengraa und Willatz Holmsen unversöhnliche Gegensätze verkörperten, zeigt Segelfoss in seinem Roman, wie die Liebe zwischen Holmengraas Tochter und Holmsens Sohn Versöhnung und Hoffnung für die neue Gesellschaft symbolisiert. Die Kritik an der Moderne ist deutlich, und der Telegrafist Baardson, das Sprachrohr des Autors, begeht symptomatisch Selbstmord im Keller von Holmengraa.
„Children of the Time“ und „Segelfoss Town“ gelten als Beginn von Hamsuns sozialkritischem Schreiben.
„Die Jugendlichen gaben ein Vielfaches mehr für Kleidung, Schmuck und Zigaretten aus als früher und modernisierten sich in jeder Hinsicht negativ, aber die Charakterentwicklung blieb dabei auf der Strecke.“
„Wir vergeben unserem Vorgesetzten, ja, das tun wir. Aber wir vergeben unserem Gleichgestellten nicht, wenn er uns übertrifft.“
„Letztendlich läuft es wohl darauf hinaus“, sagte Herr Holmengraa, „dass die Natur, wenn sie Anführer hervorbringt, nicht immer die besten hervorbringt.“
„Die beiden sind echt witzig!“, sagte er über den Anwalt und den Arzt. „Wenn die sich unterhalten, versteht man plötzlich, warum die Chinesen mit Stäbchen essen!“
"... du bist ein Juwel inmitten des Punktes der Zeit!"
„Stellt euch vor, man feiert im strömenden Regen – das ist, als würde man Diamanten auf sein Essen malen.“