NEUE ERDE
„Ein feiner, goldener Metallrand erhebt sich im Osten, wo die Sonne aufgeht. Die Stadt erwacht langsam, schon ist ab und zu das ferne Rumpeln von Karren zu hören, die vom Land in die Straßen einfahren, große, schwere Bauernwagen, voll beladen mit Torf, Heu, Schlachtabfällen und Brennholz.“
1893
Ny jord (1893) ist ein Künstlerroman.
Die Geschichte spielt um 1890 in Kristiania, wo sich der Dichter Irgens im Zentrum eines selbstgefälligen und oberflächlichen Künstlerkreises wiederfindet. Die Geschäftsleute Tidemand und Henriksen, mit ihren hohen moralischen Werten, ihrem Fleiß und ihrer Integrität, bilden das Gegenstück zu den Künstlern. Inmitten dieses Kreises steht der Lehrer Coldevin, den Tore Hamsun als Sprachrohr des Autors beschreibt.
„Neue Erde“ trägt die unverkennbare Handschrift eines Beitrags zu einer laufenden, zeitgenössischen Debatte, was auf Kosten seiner literarischen Qualität geht. Dennoch hielt Hamsun es lange für seinen besten Roman und bezeichnete ihn als sein „erstes Buch“.