HAMSUNS FAMILIE: ONKEL OLE und ONKEL HANS

Knut Hamsuns Mutter Tora Olsen (geb. 11.1.1830, gest. 6.1.1919) hatte zwei Brüder, Ole und Hans, die eine zentrale Rolle im Leben von Knut Hamsun spielten.

Ole Olsen (geb. 27.3.1825, gest. 11.5.1869) hatte viele Kinder, vier davon unehelich.

„Uneheliches“ Kind 1: Rønnaug (geb. 9.2.1851). Im Kirchenbuch von Lom ist Ole als Vater verzeichnet; das Kind starb vor der Taufe. Die Mutter hieß Berith Jonsdatter Frisvold.

Zweites uneheliches Kind: Um 1856, Senja in Troms, Pfarrei Berg. Nicht im Kirchenbuch verzeichnet, vermutlich anderswo getauft.

„Uneheliches“ Kind 3: Juliane Maria (geb. 2.11.1859) auf Hamarøy. Der Name der Mutter war Ingeborg Margrethe Clemetsdatter.

Gefängnis: Im Jahr 1860 verbrachte Ole 10 Tage mit Brot und Wasser im Hilfsgefängnis von Lillehammer, weil er drei verschiedene Frauen außerhalb der Ehe geschwängert hatte.

„Uneheliches“ Kind 4: Sevald (geb. 22.4.1861) in Lom. Name der Mutter: Kari Erlandsdatter Frisvold: Kirchenbuch für Lom. Ole leugnete die Vaterschaft, um einer erneuten Verurteilung zu entgehen, und floh, obwohl die Mutter beteuerte, dass es niemand anderes gewesen sei.

Ole heiratete am 11.11.1862 Mari Johannesdatter Sandboeie, die damals im siebten Monat schwanger war. Ihre Kinder:

Ole Mathias (geb. Februar 1863)
Mari (geb. März 1864)
Mari Nr. 2 (geb. 15.3.1866)

Als Ole Olsen und seine Frau Mari Olsen im September 1868 nach Hamarøy reisten, war Mari mit ihrem vierten Kind, Olea, unterwegs.

Mari Nr. 2 (geb. 15.03.1866) heiratete Lyder Andersen, der 1891 zusammen mit seinem Bruder Hans Normann den Bauernhof Hamsund kaufte. Hamsuns Eltern kamen dann zu einem „Elternrat“ auf den Bauernhof.

Hans Olsen (geb. 27.10.1827, gest. 11.2.1890). Unverheiratet, kinderlos. Im Kirchenbuch von Lom ist er 1849 als von seinem Heimatdorf nach Kristiania gezogen verzeichnet. Im Kirchenbuch von Hamarøy ist „Schneider Hans Olsen“ als Zugezogener im August 1859 eingetragen. Er kaufte ein Haus im Pfarrhaus von Hamarøy (in der Nähe des heutigen Hamsun Centers). Neben seiner Schneiderei handelte er mit Stoffen, betrieb ein Postamt und eine Bibliothek.

Knut Hamsun lebte einen Teil seiner Kindheit bei Hans Olsen im Pfarrhaus.

Grays Pfarrhaus

Quelle: Lars Frode Larsen. Herausgegeben von Gro Roksand.

Veröffentlicht am 6. Juli 2010

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