Boris Vitazek (SL)

Audiovisuelle Live-Performance im Hamsunsentert, Donnerstag, 6. August

Intermedialer Künstler und Kreativtechnologe

Boris Vitazek (geb. 1989 in der Slowakei) absolvierte die Akademie der Bildenden Künste in Bratislava. Er arbeitet an der Schnittstelle von Live-Performance, ortsspezifischen audiovisuellen Installationen, elektronischer Klangkunst und Gemeinwesenarbeit. Seine Arbeiten erforschen die Auflösung der Grenzen zwischen organischen Systemen und künstlichen Umgebungen, wobei er häufig kreatives Programmieren und selbstentwickelte Software einsetzt, um Raum und Daten auf neue Weise zu gestalten.

Vitázeks Portfolio umfasst großflächige Projektionen im öffentlichen Raum, interaktive Spielkunst und experimentelle Szenografie. Zu seinen bemerkenswerten Projekten und Ausstellungen zählen die Einzelausstellungen „Tool Hierarchy “ (2022) und „Infinite Countdown“ (2025), das Gemeinschaftsprojekt „Ecolalia“, das bei Ars Electronica (2022) gezeigt wurde, das experimentelle Album „Amalgam“ (Weltschmerzen, 2023) und die Live-A/V-Performance „Narrative Absence“ beim Lunchmeat Festival (2024). Er hat unter anderem mit Actress, Sote und Andy Stott visuelle Live-Performances geschaffen. Seine Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem beim Signal Festival, der Nuit Blanche, Pohoda und dem Next Festival.

Erzählerische Abwesenheit
Eine audiovisuelle Live-Performance von Boris Vitázek, die die Rolle von Erzählungen im menschlichen Leben und in der Zivilisation untersucht. Jeder Mensch konstruiert seine eigene Lebensgeschichte; fehlt diese oder erfährt sie gravierende Veränderungen, folgen oft Unruhen – manchmal Tod, manchmal Erneuerung. Dasselbe gilt für Nationen und die menschliche Zivilisation als Ganzes. In Zeiten neuer Herausforderungen kann das Fehlen einer klaren Erzählung gefährlich sein: Sie kann von Akteuren mit bösen Absichten geprägt oder von Wirtschafts- und Sozialsystemen in die Irre geführt werden, die keine nachhaltige Zukunft verheißen. Das Werk verwendet Musik aus seinem kommenden zweiten Album, das Themen seines Debütalbums „Amalgam“ fortführt.

Musik der Natur 2026

  • Konzept und Sound: Boris Vitázek

  • Gesang: Lubka Smolárová

Diese ortsspezifische Klanginstallation kartiert Sprachfragmente in der vertikalen Architektur des Hamsun Centers. Durch die Isolierung und Verteilung einzelner Silben auf Lautsprecher in den miteinander verbundenen Räumen des Gebäudes entsteht ein kaskadenartiger, künstlicher Nachhall. Der Klang folgt einem rotierenden Skript, das zwischen Auszügen aus Knut Hamsuns Werken und aktuellen Aussagen der MAGA/MAHA-Bewegungen (Make America Healthy Again) wechselt.

Weitere Informationen über Boris Vitazek finden Sie auf seiner Facebook-Seite.

Die Künstlerin ist Teil eines Austauschprojekts in Zusammenarbeit mit Culture SiTY, Trenčin, Slowakei. Trenčin ist die Europäische Kulturhauptstadt 2026.

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